Skitour des Jägerbataillon STEIERMARK auf den LÄRCHKOGEL (1.894m)

Im Rahmen der 1. Stabsbesprechung 2018 des JgB STEIRMARK unternahm das unmittelbare Bataillonskommando eine Skitour auf den LÄRCHKOGEL (1.894m) im Raum GLEINALM. So brauchte es kaum eine halbe Stunde Fahrt von der Landwehrkaserne ST. MICHAEL über ST. STEFAN und die HINTERLOBMING ins WEITENTAL, wo wir auf knapp über 1.100m unseren Ausgangspunkt unter herrlich winterlichen Bedingungen erreichten – die Kälte und der Neuschnee in den Tagen zuvor taten ihr bestes dazu.
 
Lawinenwarnstufe 2 sorgte für sichere Verhältnisse entlang unserer geplanten Route ohne extrem steilen Abschnitten und nur der angesagte Nebel ab einer Höhe von 1.600 m sollte im wahrsten Sinne des Wortes die Aussichten am Gipfel trüben.
 
Unter der Führung von Heeresbergführer Vzlt Peter KOLLER (JgB 18) starteten wir zu sechst mit unseren Tourenski bewaffnet Tal einwärts, leicht ansteigend im zügigen, etwas Schweiß treibenden Marschtempo bis zu der Waldlichtung knapp 100 Höhenmeter unterhalb der ZECHNERALM (ca. 1500m), wo der erste richtige Anstieg wartete.
 
In klassisch militärisch, Steighilfen befreiter,  ca. 7° steiler Aufstiegsspur erreichten wir diese und machten nach gut einer Stunde Marschzeit Rast in einem „Winterwonderland“ – präsentiert in Pulverschnee, ohne Wind bzw. schimmerte die Sonne kurz, aber doch immer wieder durch die Wolken.
 
Gut gestärkt mit einem Schluck heißen Tee ging es dann weiter über ein Steilstück etwa 100 Höhenmeter hinauf zum MELKBODEN an die Waldgrenze. Dort setzt der Gipfelrücken an, der uns in  südwestlicher Richtung zum Gipfelkreuz des LÄRCHKOGELs bringen sollte.
 
Die stetigen Begleiter waren ab sofort dichter Nebel, ein nun spürbarer Nord-West Wind und der schwere Atem des Anstieges, die uns zunehmend ins Weiß einer Wintertarnung hüllten.
 
Dies forderte im geringen Rahmen einen leichten Einsatz unseres Infanterieherzens, damit wir den höchsten Punkt unserer Skitour, den LÄRCHKOGEL mit 1894m. gegen 10.30 Uhr erreichen konnten.
 
In Anbetracht der eher ungemütlichen Verhältnisse gestalteten wir die Pause kurz, „fellten“ ab und begannen über die Aufstiegsroute bei schwierigen Bedingungen die Abfahrt. Verschärft durch diffuses Licht, das ab und zu in völlig kontrastbefreites White Out „gipfelte“, das Durchqueren eines abgewehten, steindurchsetzten Teilstücks gleich nach dem Gipfel sowie die stark wechselnden Schneeverhältnissen zwischen „Deckel-Pulver“ (Bruchharsch) und Tiefschnee verlangten sicheres, kontrolliertes Abfahren in der Spur mit kurzen Pausenintervallen.
 
Die verlockende, schneereichere Variante entlang des ostwärtigen Steilabbruches, hin zum SEETAL, vermieden wir wegen der latenten Gefahr durch instabile Schneewechten bzw. der mangelnder Sicht.
 
Mit dem Erreichen der Waldgrenze im Bereich MELKBODEN besserte sich diese eindeutig, dementsprechend erfreuten wir uns am eigentlichen Genuss des Abfahrens. Zweifelsohne gefordert in einem baumdurchsetzten Buckelpisten ähnlichen Abschnitt oberhalb der ZECHNERALM und traumhaften Tiefschneeverhältnissen hinein in den ZECHNERBODEN.
 
Schlussendlich gelangten wir wieder, nun talauswärts über die gut besuchte Rodelbahn zurück zu unserem Fahrzeug, wo wir gegen 11.15 Uhr ankamen. Es folgte die Busfahrt hinaus nach SANKT STEFAN für ein wohlverdientes Mittagessen und einen geselligen Abschluss einer tadellosen Skitour.
 
Die traumhafte Gipfelaussicht auf die umliegenden Berge sowie hinaus ins Grazer Becken blieb uns verwehrt, was uns aber nicht daran hinderte, neue alpintechnische Pläne, wie ein etwaiger Skikurs oder auch die Durchsteigung eines Klettersteiges zu schmieden.
 
In diesem Sinne möchten wir auch recht herzlichen Dank ans JgB 18 in Person unseres MobUO Vzlt Kurt WINKELMAYR für das Organisieren notwendigen Ressourcen schreiben - und selbstverständlich einen sehr großen an unseren Heeresbergführer Vzlt Peter KOLLER für das sichere Führen und die Kameradschaft am Berg.
 
Hirn Georg,OStv  
S3 Sachberarbeiter und Heereshochalpinist JgB ST
 
 
Impressionen von der Skitour ....